BBC reist mit Rückenwind nach Fellbach

BBC reist mit Rückenwind nach Fellbach

Nach dem emotionalen Hoch gegen den FC Bayern Basketball II macht sich der BBC Coburg am kommenden Sonntag ins Schwabenland auf. Genau genommen führt die Reise der Vestestädter vor die Tore Stuttgarts, wo es die Schützlinge von Cheftrainer Patrick Seidel mit den Fellbach Flashers zu tun bekommen. Tip-off in der Gäuäckersporthalle I ist am frühen Sonntagabend um 17:30 Uhr. Übertragen wird die Partie wie üblich live und kostenlos auf Sporteurope.TV.

Dass Fellbach auch in dieser Saison zu einer der Mannschaften zählt, die sehr unangenehm zu bespielen ist, dafür reicht ein bloßer Blick auf den vergangenen Auftritt der Flashers in Oberhaching. Eineinhalb Minuten vor dem Ende lag das Team von Kristiyan Borisov noch mit zehn Punkten (74:84) zurück. Doch der Tabellenachte war weit davon entfernt, das Spiel als verloren zu betrachten. Auf ein Vierpunktspiel von Jakob Hanzalek, folgten sechs Zähler von Ex-Löwe Tyseem Lyles, ehe Big Man Jonathan Gerlinger fünf Sekunden vor Schluss der Partie den Ausgleich zum 86:86 markierte. Zwar erzielte Tropics Forward Nedzad Muratovic mit Ablauf der Uhr noch den Gamewinner zugunsten der Hausherren, die Entschlossenheit und der unbeugsame Wille der Flashers, bis zur letzten Sekunde alles zu geben, bleibt aber.

Enge Spiele auf der Tagesordnung

Tatsächlich sind solche Herzschlagfinals bei Partien mit Fellbach-Beteiligung kein Einzelfall. 13 ihrer bislang 18 absolvierten Saisonspiele wurden innerhalb von zehn Punkten Differenz entschieden, ganze sieben davon sogar innerhalb eines Angriffes (zwischen ein bis drei Punkten). Die Flashers entschieden acht dieser 13 Spiele für sich, wenngleich sie derzeit die nach Punkten pro Spiel gesehen schlechteste Offensive der Liga stellen und die Formkurve mit vier Niederlagen aus den letzten fünf Begegnungen nach unten zeigt.

Eine Partie, die mit mehr als zehn Punkten Unterschied endete, war der 101:87-Heimsieg des BBC in der Hinserie. Überragende 15 Distanzwürfe bei einer Quote von 45 Prozent schenkten die Vestestädter den Schwaben ein. Allen voran Coburgs Nico Höllerl versenkte starke sechs seiner elf Versuche von Downtown. Auf die leichte Schulter nimmt der Flügelspieler die kommende Auswärtsaufgabe aber keineswegs: „Nach dem Heimsieg gegen die Bayern freuen wir uns schon auf das Auswärtsspiel in Fellbach! Dort wollen wir unbedingt an unsere Leistung aus dem letzten Spiel anknüpfen. Dennoch werden wir Fellbach aber nicht unterschätzen, da wir wissen, dass sie einige Spieler im Team haben, die jederzeit heiß laufen können. Deshalb werden wir mit vollem Fokus ins Spiel gehen. Mit unserer aggressiven Defense und unserem guten Teamplay in der Offense wollen wir den nächsten Sieg anpeilen, um in der Tabelle weiter oben dranzubleiben.“