Ein Spiel gilt es für BBC Coburg um Kapitän Nico Wenzl noch zu absolvieren, ehe am Wochenende des 11./12. April der Playoff-Beginn vor der Tür steht. Somit bleibt den Vestestädtern gegen die CATL Basketball Löwen aus Erfurt eine letzte Gelegenheit, sich weiter auf die Postseason einzustimmen und dabei ihre Siegesserie von inzwischen fünf Spielen in Serie fortzusetzen. Jump in der HUK-COBURG arena ist am Samstagabend um 18:30 Uhr. Tickets für das fränkisch-thüringische Nachbarschaftsduell können in gewohnter Weise an den bekannten Vorverkaufsstellen in der Apotheke am Forst und in der Apotheke im Wirtsgrund oder an der Abendkasse erworben werden. Auch am 26. und letzten Spieltag der regulären Saison sind alle Partien der ProB Süd als kostenfreie Livestreams auf Sporteurope.TV verfügbar. Übertragungsbeginn aus der HUK-COBURG arena ist zehn Minuten vor Tip-off.
Abseits des Sportlichen widmet sich der BBC beim kommenden Heimspiel dem wichtigen Thema „Inklusion“. Neben Informationsständen haben alle Zuschauer*innen darüber hinaus auch die Möglichkeit, sich unter anderem beim Rollstuhl-Parcours des Treffpunkt Coburg und im Rollstuhl-Boccia, das von der Coburger Lebensschmiede präsentiert wird, auszuprobieren. Außerdem bereiten die Sambasticos wieder eine Showeinlage vor.
Im Gegensatz zum Saisonfinale der vergangenen Spielzeit sind in diesem Jahr auf Coburger Seite keine allzu großen Rechenspiele notwendig. Tabellenplatz zwei ist der Mannschaft von Patrick Seidel nicht mehr zu nehmen, doch der Kampf um die Pole Position nach der Hauptrunde ist auch vor dem letzten Spieltag noch keineswegs entschieden. Die schlechteren Karten hat allerdings der BBC. Um letztendlich doch noch auf Rang eins zu springen, müssen die Vestestädter auf einen Patzer der OrangeAcademy gegen den Tabellenfünften aus Ludwigsburg hoffen und gleichzeitig ihre Partie gegen Erfurt gewinnen. Bei einem Ulmer Erfolg würde den Coburgern auch ein Sieg im Ringen um Platz eins nichts nützen, da die Schwaben den direkten Vergleich auf ihrer Seite haben. Der BBC würde dann als „Vize“ der ProB Süd auf den Siebten der Nordstaffel treffen, der ebenfalls am Samstag zwischen Herten, Neustadt, Wedel, Rostock und Rhöndorf noch ermittelt wird.
Playoffs verpasst, Abstieg vermieden, aber insgesamt nicht zufrieden
Während in der Vestestadt allmählich die Playoff-Glocken läuten, ist das letzte Spiel der regulären Saison für Erfurt aus sportlicher Sicht bedeutungslos. Sowohl nach vorne als auch nach hinten geht für die Löwen nichts mehr, womit feststeht, dass die Mannschaft von Florian Gut die Spielzeit 2025/26 auf Platz zwölf abschließen wird – weit entfernt der Playoff-Plätze und sicherlich deutlich hinter den eigenen Ansprüchen. So wirklich ist es dem Thüringer Nachbar in dieser Saison nicht gelungen, die schlafenden Löwen zu wecken. Trotz sehr ordentlicher 82 Punkte pro Partie, womit Erfurt die fünftbeste Offensive der Liga stellt, bekam man defensiv viel zu selten den Fuß in die Tür. 87 Zähler kassieren die Thüringer im Durchschnitt und fangen sich damit nach Würzburg und Oberhaching die drittmeisten Punkte aller Mannschaften. Zudem war die heimische Riethsporthalle in dieser Saison nicht gerade als Furcht einflößende Löwenhöhle bekannt. Nur drei Siege aus zwölf Spielen konnten die Erfurter zuhause einfahren. Dagegen liest sich die Auswärtsbilanz mit fünf Erfolgen zu sechs Niederlagen passabel.
Das erste Aufeinandertreffen zwischen Erfurt und Coburg fand bereits Anfang Oktober am zweiten Spieltag statt, womit Hin- und Rückspiel zeitlich gesehen kaum weiter auseinander liegen könnten. Damals siegte der BBC nach zwischenzeitlich 14 Punkten Rückstand Mitte des dritten Viertels mit 92:85 und entführte demnach den Derbysieg aus der thüringischen Landeshauptstadt. Mit Aufbauspieler Musa Abra (24 Punkte, 6 Assists) und den beiden großen Jungs Paul Albrecht (21 Punkte, 8 Rebounds) und Noah Kamdem (18 Punkte, 11 Rebounds) unter dem Korb hatten die Vestestädter allerdings ihre lieben Mühen. Auch im Rückspiel müssen die Coburger laut Forward Erik Neunhoeffer daher besonders auf die drei Acht geben: „Mit Erfurt treffen wir auf ein Team, das zwei sehr gute Big Men in ihren Reihen hat und dazu einen extrem talentierten jungen Point Guard. Da es für Erfurt das letzte Saisonspiel ist, werden sie sicher sehr motiviert sein, die Saison mit einem Hoch zu beenden. Für uns geht es stattdessen darum, uns weiter auf die Playoffs vorzubereiten und neue Sachen auszuprobieren. Aber auch in diesem Spiel ist es wichtig, wieder mit der nötigen Professionalität und Motivation ranzugehen, damit wir unseren positiven Run aus den letzten Wochen auch mit in die Playoffs nehmen.“


